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Als Nachricht eingetragen am 10. Mai 2010

PEC zieht nach zwei Jahren positive Bilanz

Besonders in der Krise erfolgreich

Waiblingen Im Kompetenzzentrum Verpackungstechnik zieht man nach zwei Jahren eine positive Bilanz. Von Kathrin Wesely

Die Stadt Waiblingen steckt über den Zeitraum von drei Jahren 350 000 Euro in das Packaging Excellence Center (PEC). Ob das Geld gut angelegt ist und was damit passiert, ließ sich jetzt der Wirtschaftsausschuss des Gemeinderats von dem Geschäftsführer der Einrichtung Thomas Hoffmann, und vom stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Claus J. Paal erläutern. Beide zogen eine positive Bilanz. „Das PEC war besonders in der Krise erfolgreich. Denn gerade da war es superwichtig, dass man sich trifft und sich gegenseitig Tipps gibt“, sagte Paal.

Die Region Stuttgart weist eine hohe Dichte an Unternehmen der Verpackungs- und Automatisierungstechnik auf. Das Kompetenzzentrum mit Sitz im Waiblinger Gewerbegebiet Eisental will diese Firmen vernetzen, ihnen eine Plattform für Kooperationen bieten und sie auf diese Weise für den Wettbewerb stärken. Es biete den Firmen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, schafft Schnittstellen zur Wissenschaft, bietet Seminare und Workshops an und organisiert Messeauftritte. Drei Teams forschen an fragen, die alle betreffen – etwa an der Verbesserung von Serviceleistungen, vereinfachter Maschinensteuerung und der Senkung der laufenden Kosten für Maschinen.

Das PEC finanziert sich wesentlich durch die Mitgliedsbeiträge, Ziel ist nicht selbst Geld zu erwirtschaften. „Wir sind eine wettbewerbsfreie Zone, und wir wollen keine Geschäfte machen“, führte der Vorstandsvorsitzende Paal aus. Aktuell hat das Kompetenzzentrum 52 Mitglieder, zehn davon sind direkt in Waiblingen angesiedelt, darunter die Stadt, das Landratsamt, die Kreissparkasse und die Firma Bosch Packaging Technologie. 20 weitere Mitglieder stammen aus dem Kreis, neun aus der Region, acht aus dem Land und fünf aus dem weiteren Bundesgebiet. Besondere Bedeutung maß Claus J. Paal dem „Showroom“ im Eisental bei. Er räumt ein, dass man für dessen Einrichtung zwar „viel bezahlt“ habe, aber das sei „aktive Wirtschaftsförderung“ gewesen. Denn ohne Ausstellungsraum komme man heute nicht aus. Für Repräsentationen sei er unabdingbar, schließlich seien regelmäßig Delegationen von auswärts zu Gast.

Paal lobte aber nicht nur die eigene Arbeit, sondern auch die Rolle der Stadt Waiblingen: „Der Oberbürgermeister selbst hat sich sehr für das PEC engagiert.“ Die Einrichtung solle ein „Teil der Stadt“ sein. Vereine, Schulen und Gremien sollten sie als Plattform nutzen. Schließlich gebe es in Waiblingen das größte „Cluster für Verpackung“, hier sei die Branche besonders groß vertreten. Die 350 000 Euro Anschubfinanzierung seien anstandslos und ratenweise geleistet worden. „Die Stadt hat zu jeder Zeit Wort gehalten.“

Die letzten 50 000 Euro werden in diesem Jahr bezahlt, dann sollte sich das Kompetenzzentrum selbst tragen – so war es vorgesehen. Paal hat der Sitzung allerdings vorsichtig angedeutet, dass das PEC vielleicht doch noch nicht ganz alleine bestehen kann: Man habe im vergangenen Krisenjahr einige Insolvenzen verkraften müssen, und manches Mitglied habe man nur mit Engelszunge bei der Stange gehalten. „Da waren schon einige Gespräche nötig“, so Paal. „Wenn jetzt noch eine Krise kommt, springen uns Mitglieder ab.“ Deren Beiträge seien aber lebensnotwendig.

 

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 05. Mai 2010

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